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Afrikanische Amazonen

Im heutigen Lybien in Nordafrika wurden Felsbilder gefunden, die Frauen mit Pfeil und Bogen zeigten, deren Kappen so aussahen, wie die Kopfbedeckungen auf Bildern von Amazonen in Anatolien.

Auf einer griechischen Vase ist auch eine schwarze Amazone zu sehen, die vor einem Altar kniet mit einer Palme im Hintergrund. Vermutlich trugen die Masirenstämme, die Tuareg zum Beispiel, die Kultur der Amazonen in Afrika weiter. Noch heute ist es erstaunlich, wie die Stellung der Frau bei den Tuareg sich von der Praxis der umliegenden arabischen Bewohner Nordafrikas unterscheidet. Obwohl relativ früh arabische Invasoren die Masiren, die sich selbst "Amazigh" nennen, besiegt und absorbiert haben, ist doch noch einiges übrig geblieben.

Es gibt eine Legende, nach der die ersten arabischen Invasoren auf eine Königin namens Kahina trafen, der es gelang, die Invasion zurückzuschlagen, die aber dann besiegt und hingerichtet wurde. (700 A.D.)

Eine interessante Tatsache ist, daß nur die Berberfrauen lesen und schreiben können, und ein eigenes Alphabet benutzen, das Tinifagh, welches auf das alte lybische Schriftsystem zurückgeht. Die Frauen überliefern die Mythen und die Literatur an die nächste Generation ihrer Töchter.

Die Tuareg führen sich auf die Stamm - Mutter Tin Hinan zurück, die viele Merkmale einer Amazonenkönigin besaß. Tin Hinans Grab liegt in Abalessa, und war lange Zeit ein Pilgerinnenort und ein Ort der Verehrung.
Über Tin Hinan erzählen die Tuareg folgende Geschichte: Tin Hinan kam in der Begleitung einer Gefährtin Takamat, die ihr diente, von Tafilalet nach Hoggar, wo sie die erste Königin der Tuareg wurde und ihr Ruhm ist so groß, daß die Tuareg sie heute noch "Mutter von uns allen" nennen. Archäologen haben bei Ausgrabungen Tin Hinans Leichnam gefunden, der mit goldenem Schmuck beigesetzt worden war. Ziemlich selten, daß in so langer Zeit niemand gewagt hat, Tin Hinans Grab zu plündern.

Das habe ich alles aus den Seiten www.myrine.at zusammengefaßt, und hoffe, damit mal die Grenze zu überspringen nach Afrika. Leider finde ich, ist Afrika immer noch ein blinder Fleck in unserer geistigen "Kulturlandschaft", der aber momentan gerade von vielen Spinnerinnen gefüllt wird. Unsere Allgemeinbildung über Afrika ist immer noch mehr als lückenhaft, (zumindest von dem, was in den Schulen gelehrt wird) - und so verhält es sich auch immer noch in der spirituell interssierten "Szene". (Übrigens gabs auch in Lateinamerika Amazonen, wo kommt denn der Name des Flusses Amazonas her? Klar, weil es dort Amazonen gegeben hat!)

Anmerkung: In diesem Text wurde das Wort "Berber" durch "Masiren" ersetzt.
Die Eigenbezeichnung der Stämme Nordafrikas ist Masir das bedeutet "die Freien." (Zitat von Farida's Algerienpage, die nicht mehr online ist bzw deren neue URl ich nicht kenne.)

von der Distelfliege

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