In Agrigento gibt es ein Tal der Tempel, wo eigentlich alle Religionen seit der Steinzeit ihre Spuren hinterlassen haben, und alle möglichen Kulturen.
Die Ureinwohner der Insel verehrten an den rötlichen und gelben Sandsteinfelsen die chtonischen Gottheiten. Dazu sind runde Kammern in den roten Sandstein geschlagen worden.
Heute sind die Namen der alten Erdgöttinnen vergessen. Danach kamen neue Siedler, von den Griechen "gelas" genannt, die die alten Gottheiten weiterverehrten, wie nach ihnen die Griechen, ich weiß jetzt nicht, wer die runden Tempel und runden Altäre gebaut hat. Sie blieben bis zum Christentum in Benutzung.
Die Griechen bauten dahinter dann einen klassischen Tempel für Demeter, der heute für einen Kastor-Pollux-Tempel gehalten wird.
Weil eben niemand weiß, wie die Gottheiten hießen, sagt man einfach "divinitá ctonie" - also erdhafte Gottheiten.
Mir haben diese Orte auf jeden Fall sehr gefallen. Einige, bzw. die meisten davon wurden später der Göttin Demeter geweiht, woraus ich vermute, daß auch vor den Griechen dort eine Göttin verehrt wurde.