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Frauenspiritualität
Oya - Rainbow Warrior
Zuerst möchte ich hier etwas zusammenfassen, was ich über die Yoruba - Religion gefunden habe, in der die Göttin Oya steht. Mal ein wenig über den Tellerrand schauen.. Außerdem ist es keine feine Art, einfach aus anderen Kulturen dies und das herauszupflücken und sich kein bischen darüber informieren zu wollen. Die kurze Einführung ist auch alles andere als genug, das heißt, ihr könnt zu diesem Zweck auch selbst ein wenig machen. Ganz unten kommen dazu dann bald Links und eine Buchempfehlung hin.
In der Yoruba - Kosmologie sprechen wir wenn wir die Kräfte der kollektiven Weisheit meinen von den "alten weisen Müttern" oder den "dunklen Müttern". Sie weben das Netz des Lebens und spinnen die Schicksalsfäden. Sie bringen die Dunkelheit in Vibration, was der Beginn jedes kreativen Prozesses ist.
Die Dunkelheit vibriert....
Diese Dunkelheit ist wie die Gebärmutter. Die dunklen Mütter stehen symbolisch für Unsterblichkeit, denn die kreative Dunkelheit ist das, was die materielle Basis ist, damit wir wiedergeboren werden können. Es ist sehr wichtig, die Vorfahrinnen zu ehren, auf deren Schultern wir stehen.
Diese vibrierende Dunkelheit steht für die weibliche Kraft. Diese Kräfte wurden missverstanden, verteufelt, vor ihnen herrschte Angst und Abscheu. Sie wiederzuentdecken ist weibliche Selbstermächtigung.
In der Yoruba - Religion, die übrigens eine der Wurzeln für Vodoo (Vodun) und Candomblé ist, ist die göttliche Urkraft diese Triade der dunklen Mütter. Die Orishas, die heute vor allem als "Vodoo - Götter" bekannt sind, sind Elementarwesen, die zu den Menschen kommen können. Dann gibt es noch die Egungun, das sind die Geister der verstorbenen Vorfahren, die verehrt werden, und die die heute lebenden Menschen noch unterstützen können.
In einem Buch von Luisah Teish, das ich nicht mehr habe und leider gibts das auch nicht mehr zu kaufen, stand, daß sich auch heutige Menschen an ihre Vor-Mütter erinnern sollten, um eine Verbindung zu den Egungun wieder aufzubauen.
Wenn du das willst, kannst du einige Dinge tun:
Mach dir eine Liste aller Verwandten, die gestorben sind und an deren Namen du dich noch erinnerst. Teile die Liste auf in die deiner Mutter und die deines Vaters. Später kannst du sie auf deinen Ahnenschrein legen.
Schreibe Geschichten auf, die dir von deinen Verwandten erzählt wurden.
Nimm Wahlverwandte an. Sprich mit einer älteren Frau in deiner Gemeinschaft. Schreib ihre Lebensgeschichte auf oder nimm sie auf Tonband auf.
Schreibe eine Geschichte deines Lebens auf, mit der du später gern in Erinnerung gebracht werden möchtest.
Erzähle einem jungen Mädchen eine Geschichte deiner Großmutter.
Beobachte einmal deine Umgebung. Bring alle Dinge um dich herum mit ihrem Ursprung in Verbindung und finde heraus, woher sie stammen. Ehre und grüße die Ahnen, die mit diesen Dingen zu tun hatten.
Erschaffe das Modell einer Ur-Frau aus einer anderen Kultur. (Das heißt, finde etwas über diese Kultur heraus und gestalte die Frau nach deinem Wissen)
Dieses Buch heißt "Jambalaya" und wurde von Luisa Francia ins deutsche übersetzt, was schon ein großer Hinweis auf die tolle Qualität des Buches ist.. für mich zumindest. Diese Übungen sind für Frauenspiritualität sehr wichtig, denn eines was uns Frauen oft von unserer Weiblichkeit abschneidet, ist der Unfrieden, den wir mit unserer Mutter und unseren weiblichen Vorfahren haben. Vielleicht kann es erst einen Frieden mit dem eigenen Frau - sein geben, wenn wir die Mutter und Großmütter nicht mehr geringschätzen, sondern ein neues und stolzes Verhältnis zu ihnen finden. Wieviele Frauen suchen "nach ihren Wurzeln" in der eigenen Kultur, finden ein abstraktes System für sich, und vergessen damit, daß ihre Wurzeln ihre Ahninnen sind? Und das dies konkrete Menschen waren?
Oya, Yemaya und Oshun sind weibliche Elementargöttinnen (Orishas) und Töchter der großen Triade, der dunklen Mütter. Dabei steht Oshun für Schönheit und Liebe, Yemaja für Nahrung und Stärke und Oya für Leidenschaft und Macht.
Oya steht für den Übergang zu einer neuen Ära, an dem wir jetzt sind. Sie symbolisiert die Kraft des Wirbelsturmes, und wörtlich übersetzt bedeutet ihr Name "Zerreisserin". Sie entwurzelt alte, festgefahrene Strukturen. Wenn Oya in der physischen Welt symbolisch dargestellt wird, dann oft mit einem Tornado.
Ihre Legenden erzählen, daß sie aus einem fremden Land kam, daß ihre Haut rot war, daß sie eine schöne, starke und furchtlose Kriegerin und Reiterin war mit einem Pferdeschweif und einem Säbel in der einen Hand, während sie mit der anderen Blitze vom Himmel zog.
Aus dem Göttinnengeflüster (Autorin Amy Sophia Marashinsky):
Bei den Yoruba in Afrika ist Oya die Göttin des Wetters. Ihr werden vor allem Tornados, Gewitter, zerstörerische Regenstürme und das Feuer zugeordnet. Sie steht aber auch für weibliche Führungskraft, bezwingenden Charme und Wandlung. In Brasilien ist sie eine der mächtigsten Macumba-Göttinnen. Sie wird zu Hilfe gerufen, wenn sich Frauen in schwer zu lösenden Konfliktsituationen befinden. Auf Bildern trägt sie ein Gewand in ihrer Lieblingsfarbe Weinrot, Ihre Begleiter sind neun Wirbelstürme (die Neun ist ihre heilige Zahl), und ihr Turban, dessen Enden so gedreht sind , daß sie wie Büffelhörner aussehen, erinnert in die Legende, die erzählt, wie sie bei der Hochzeit mit Ogun die Gestalt eines Büffels annahm. Oya stürmt in dein Leben und verkündet dir, daß eine große Veränderung nach dir ruft, dich lockt und sich hartnäckig auf deiner Türschwelle niedergelassen hat. Um auf deinem Weg zur Ganzheit weiterzukommen, mußt du den Wandel zu einem Teil deines Lebens machen. Warst du in letzter Zeit zu beschäftigt, zu gestreßt, um für dich notwendige Veränderungen anzustreben? Oder ist die Vorstellung von tiefgreifender Verwandlung für dich mit Angst besetzt, so daß du sie entweder zur Seite schiebst oder mit ihr Verstecken spielst, sie ignorierst? Hast du dein Leben so perfekt eingerichtet, daß für neue Möglichkeiten einfach kein Platz mehr Übrig ist? Jetzt ist Zeit fürīVeränderung. zeit, den Besen zu schwingen und auszukehren, aufzuwischen und sich davonfegen zu lassen! Vielleicht bist du gerade selbst mitten in einem Wechsel (in den Wechseljahren?) und hast große Schwierigkeiten, damit umzugehen? Jeder Widerstand gegen notwendige Veränderungen löst nur noch schmerzhaftere und tiefgreifendere Wandlungsprozesse aus. Wenn du dich dafür entscheidest, einfach mit dem Wechsel zu tanzen, wird alles leichter weil du mit ihm fließen kannst. Betrachte diese Phase der Ungewißheit und des Umsturzes als eine wertvolle Zeit für dein Wachstum. Gehe tief hinein in den chaotischen Tanz der Veränderung, und du wirst reich gesegnet mit einer Fülle neuer Möglichkeiten daraus hervorgehen. Etwas vollkommen Neues und anderes will in dein Leben kommen, deshalb erinnert dich Oya daran, daß jeder Boden, bevor etwas gepflanzt werden kann, zuerst umgegraben werden muß. Jede Veränderung bringt genau das in dein Leben, was du auf deinem Weg zur Ganzheit am dringendsten benötigst.
by Judith Gleason
Dark Forest, deepest obscurity
Which grabs and swallows you in
the forest
Wind of Death
Tears the calabash, tears the bush
Songo's wife who
With he thumb tears out
the intestines of the one liar
Great Oya, yes
Only she seizes the horns of the
buffalo
Only she confronts the returning
dead
Swiftly she gets her things together
swiftly
Oya messenger, carry me on your
back
Don't let me down
She burns like fire in the hearth
Everywhere at once
Tornado, quivering sold canopied tress--
Great Oya, yes
Whirlwind, masquerader,
awakening
Courageously takes up her saber
Iya O, Oya O
Mother Oya
It is not from today that she is
honorable
But from long ago
Iya O, Oya O
Mother Oya
She's the one who employs truth
against [untruth]
She stands at the frontier
Between Life and Death
Iya O, Oya O
If it is a whirling beat, she
dances it
If it is Bembe, she dances it, O she'll dance it
Who dances Bata Drums?
O she dances it
Who dances Shekere,
O she dances it
Wife of Ogun, that's the one who dances it, whatever it is
She has been performing Egungun masquerade for a long
time
Oya had so much honor
She turned and became Orisa
Oya guards the road into the world
and out of it
Oya, respect to the awesome!
IBASE! AHO MITA OYA SIN!
Ritual für Oya aus dem "Göttinnengeflüster" von Amy Sophia Marashinsky:
Suche dir eine Zeit und einen Ort, wo du nicht gestört wirst. Setze oder lege dich mit gerader Wirbelsäule bequem hin und schließe die Augen. Atme tief ein, und atme langsam aus. Atme nochmals tief ein, und diesmal läßt du beim Ausatmen das Geräusch des Windes entstehen. Atme wieder tief ein und sieh, spüre oder visualisiere beim Ausatmen, wie du einen Weg entlanggehst. Es ist ein wunderschöner Tag, gerade richtig für einen Spaziergang. Der Weg führt dich hinauf und hinab. Du folgst ihm vertrauensvoll, du fühlst dich leicht und entspannt. Nun wird der Weg steiler Es geht beständig aufwärts, hinauf, immer weiter nach oben. Schließlich wird der Weg so steil, daß du klettern mußt und dich dabei sogar mit den Händen festhalten mußt. Endlich bist du oben und ziehst dich hinauf auf ein gewaltiges Plateau. Du bist auf der Ebene der Vision angekommen. Du spürst den angenehm kühlenden Wind, die klare und reine Luft. Hier siehst du deutlich, was du erkennen mußt. Spüre hinein in die Bewegung des Windes, während dein Blick immer klarer wird. Du rufst Oya, und sie kommt, hüllt dich in eine kraftvolle Umarmung. Sie möchte wissen, warum du gekommen bist. Du fragst sie: "Was kann ich machen, damit die Veränderung zu meinem Verbündeten wird?" und sie antwortet dir. Höre genau hin, und stelle dir ihre Antwort vor! Du bedankst dich bei Oya für ihre Hilfe. Sie bittet dich um ein Geschenk, das du ihr gerne und mit offenem Herzen gibst. Sie umarmt dich erneut und ist wieder verschwunden. Die Zeit für die Rückkehr ist gekommen. Klettere langsam und vorsichtig wieder hinunter, immer weiter nach unten, hinab. Du fühlst dich ruhig und erfrischt. Du fühlst dich sehr wohl und ganz in deiner Mitte. Schließlich bist du wieder auf dem Weg. Er führt dich auf und ab. Du folgst ihm mit einem Gefühl tiefen Friedens. Es geht weiter hinauf und hinunter, du fühlst dich ganz wach. Während du nun tief ein- und ausatmest, kommst du zurück in deinen Körper. Beim nächsten tiefen Atemzug öffnest du die Augen! Willkommen zurück!
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